Wie wird eine geplante Vakuumhandhabungslösung später tatsächlich im Raum wirken? Passen Bewegungsabläufe, Reichweiten und Zugänglichkeiten zur Produktionsumgebung? Und lassen sich mögliche Herausforderungen erkennen, bevor die Anlage realisiert wird?
Bei der Planung komplexer Vakuumhandhabungslösungen müssen oft bereits in frühen Projektphasen weitreichende Entscheidungen getroffen werden. Gleichzeitig stehen zu diesem Zeitpunkt häufig nur Zeichnungen oder konzeptionelle Entwürfe zur Verfügung. Räumliche Gegebenheiten, Bewegungsabläufe und die Integration in bestehende Produktionsumgebungen lassen sich daraus jedoch nur eingeschränkt ableiten.
AERO-LIFT begegnet dieser Herausforderung gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung mit einem innovativen Ansatz: Durch den Einsatz von Virtual Reality werden technische Lösungen bereits vor der Umsetzung realitätsnah erlebbar. So entsteht eine neue Form der Beratung, bei der geplante Anlagen nicht nur betrachtet, sondern virtuell erlebt und gemeinsam bewertet werden können.
Die Lösung entstand im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Forschungsprojekts „VR-Chain“. Das Projekt beschäftigte sich mit der kollaborativen Nutzung von Virtual Reality entlang von Wertschöpfungsketten. Ziel war es, neue Formen der Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg zu entwickeln und komplexe Abstimmungsprozesse effizienter zu gestalten.
Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung wurde in einem mehrjährigen Projekt die VR-Lösung erarbeitet und umgesetzt. Zu den Projektbeteiligten zählten neben AERO-LIFT unter anderem die VETTER Krantechnik GmbH, die Agentur Lightshape sowie wissenschaftliche Einrichtungen wie das ISF München und die Universität Bremen.
Bei AERO-LIFT wird die VR-Anwendung ab sofort gezielt in den Anfrage- und Angebotsprozess integriert. Nach der technischen Analyse entsteht zunächst ein digitales 3D-Modell der geplanten Anlage, das anschließend in eine virtuelle Umgebung überführt wird. Dort können Kunden, Vertrieb und Konstruktion gemeinsam an der Lösung arbeiten. Anlagen lassen sich im realen Maßstab begehen, unterschiedliche Varianten vergleichen und Arbeitsabläufe realitätsnah nachvollziehen.
„Wir schaffen damit eine Entscheidungsgrundlage, die weit über klassische Zeichnungen hinausgeht. Unsere Kunden können ihre zukünftige Anlage bereits erleben, bevor sie realisiert wird“, so Tobias Pauli, Geschäftsführer von AERO-LIFT.
Ein zentraler Vorteil liegt im kollaborativen Ansatz: Mehrere Projektbeteiligte können gleichzeitig in der virtuellen Umgebung arbeiten und Anpassungen direkt abstimmen. Positionierungen lassen sich optimieren, Reichweiten überprüfen und potenzielle Störkonturen frühzeitig erkennen. Auch ergonomische Aspekte und Zugänglichkeiten können unmittelbar bewertet werden – ohne aufwändige physische Prototypen.
Durch die frühzeitige Visualisierung reduziert sich der Abstimmungsaufwand in späteren Projektphasen deutlich. Entscheidungen werden fundierter getroffen, Missverständnisse minimiert und Iterationsschleifen verkürzt. Für AERO-LIFT bedeutet dies eine effizientere Projektabwicklung – für Kunden vor allem mehr Transparenz und Sicherheit in der Planung.
Ergebnisvideo zum VR-Chain Projekt hier ansehen: https://youtu.be/KRuMzk2YK7w?si=4_KJh8eGaVAsOnsh